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Geschnittene Steine
Bacchus mit Weinlaubkranz
Pistrucci: Bacchus mit Weinlaubkranz

Geschnittene Steine haben der Funktion nach wenig mit Münzen gemein, doch waren die Techniken von Steinschnitt und Münzstempelschnitt verwandt. Als geschätzte Werke der Kleinkunst fanden geschnittene Steine früh Eingang in die Münzkabinette. Das Bild ist entweder vertieft (Gemme, Intaglio) oder erhaben gearbeitet (Kamee, Cameo).

Die antiken Gemmen waren Siegelstempel. Die altbabylonischen Rollsiegel, die ältesten aus unserer Sammlung stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., wurden auf weichem Ton abgerollt. Ägyptische Siegelsteine erhielten die Form des heiligen Käfers Skarabäus. Der griechische Steinschnitt archaischer und klassischer Zeit schuf Werke von hoher Qualität. In der hellenistischen Hofkunst wurden Steine mit verschiedenen Farbschichten von starker Leuchtkraft zu Kameen ausgearbeitet. Virtuos geschnittene Prunkstücke von manchmal erstaunlicher Größe kennt man aus der römischen Kaiserzeit. Das Mittelalter schätzte die antiken Steine und verwendete sie in der Goldschmiedekunst als zusätzliche Zierde. In der Renaissance griff man diese Kunstform wieder auf und entwickelte sie zu neuer Blüte.

Zu den größeren Erwerbungen der Sammlung im vergangenen Jahrhundert gehören die antiken Gemmen und Kameen des Archäologen Paul Julius Arndt.

Kurzinfo: Münzkabinette
Münzkabinette sind Sammlungen von historischen Münzen. Erste Sammlungen entstanden im 14. und 15. Jahrhundert an den deutschen Fürstenhöfen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gingen viele von diesen in öffentliche Sammlungen über.

 


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