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Pressemitteilung zu denSonderausstellungen "Große Kunst im kleinen Stein - Gemmen von Martin Seitz" und "500 Jahre römische Münzportraits"

Große Kunst im kleinen Stein - Gemmen von Martin Seitz

Seitz, Helios

Helios auf Wagen, späte 1920er / 1930er Jahre
Martin Seitz (1895 – 1988) aus Passau gehörte zu den wenigen, die sich im 20. Jahrhundert noch der Steinschneidekunst widmeten. In dieser Kunst Autodidakt, führte er sie zu einem neuen und seitdem nicht mehr erreichten Höhepunkt. Seitz pflegt vor allem den Gemmenschnitt nach antikem Vorbild und knüpfte damit an eine im Grunde schon 1500 Jahre zuvor abgerissenen Tradition wieder an. Das gilt für die äußere Erscheinung wie für einen großen Teil der Motive. Seitz war in der antiken Bilderwelt sicher zu Hause, doch ahmte er selten einfach nach, sondern wandelte ab und gestaltete neu, individuell, machte einen typischen „Seitz“ daraus. Andere Motive stammen auch ganz aus modernerer Bildtradition. Neben Tieren, menschlichen Figuren, Portraits und mythologischen Szenen gibt es auch eine Reihe von religiösen Darstellungen, vor allem die an seine Familien verschenkten „Weihnachtssteine“.

Parallel dazu zeigen wir:

500 Jahre römische Münzportraits
Faustina minor (∞ Marcus Aurelius), Sestertius, 145–147

Faustina minor (∞ Marcus Aurelius), Sestertius, 145–147

Die verschiedenen Portraittypen der römischen Kaiser und ihrer Familien auf römischen Reichsprägungen über 500 Jahre von der späten Republik bis zum Ende des Westreiches stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Für die Regierung des römischen Kaiserreiches waren Münzen ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Mittel zur Kommunikation mit dem Volk, besonders dem Militär und den römischen Bürgern. Portraits auf Münzen reflektieren bis heute die Machtverhältnisse im Reich und lassen uns noch heute erkennen, wie der Kaiser gesehen werden wollte, welches Bild er von sich und seiner Familie „prägte“. Die Entwicklung der verschiedenen Portraittypen wird am Beispiel von etwa 220 römische Münzen vorgestellt. Auch zeigt die Ausstellung die Nachwirkung römischer Portraittypen bis in die Neuzeit, von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert illustriert. 

Termin:

31. März 2017 bis 25. Juni 2017

Für Journalisten gibt es Bildmaterial zu beiden Themen. Größere Bilder können Sie für die Veröffentlichung in der Presse bei der Staatlichen Münzsammlung München (info@staatliche-muenzsammlung.de) erhalten.

Weiterer Kontakt:
Staatliche Münzsammlung München
Ansprechpartner: Dr. Dietrich Klose
Residenzstraße 1, D-80333 München
Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59
E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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