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Pressemitteilung zur Sonderausstellung "NATUR – ZUFALL – KUNST"

"NATUR – ZUFALL – KUNST: Die Natur im Medaillenwerk von Friedrich Brenner"

Struktur II (Vernetzte Strukturen), 2003/2004
Struktur II (Vernetzte Strukturen), 2003 / 2004.
Bronze, 161,5 x 56 mm
© Friedrich Brenner
Der Bildhauer und Medailleur Friedrich Brenner feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag - ein guter Grund, um mit dieser Sonderausstellung und einem Begleitbuch den Blick auf Künstler und Werk zu lenken. Auch im Alter sind Friedrich Brenners Schaffenskraft und Ideenreichtum ungebrochen. Als ein Künstler, dem seine Kunst wirklich „Beruf“ und „Berufung“ ist, arbeitet er nicht weniger als in jüngeren Jahren. Erst kürzlich hat er wieder einmal mit seinem Entwurf einen Münzwettbewerb gewonnen.

Die Natur ist eines der Hauptanliegen der Kunst Friedrich Brenners. Friedrich Brenner sieht die Natur vielseitig durch den Menschen bedroht, durch seine Gier, seine Rücksichtslosigkeit, seine Hinwendung zu immer mehr Verbrauch und Konsum. In vielen Medaillen hat Friedrich Brenner diese Bedrohung der Natur zum Ausdruck gebracht. Andere zeigen als Gegensatz dazu die unberührte, unbeschädigte Natur, die Wildnis, wie Brenner sie besonders bei seinen zahlreichen Aufenthalten in Kanada erlebte und auf sich einwirken ließ. Wie Titel und Untertitel dieser Ausstellung ausdrücken, ist sie vor allem Brenners Naturdarstellungen gewidmet, und hier besonders den Arbeiten, die mit Brenners in der Medaillenkunst wohl einzigartiger Technik entstanden sind.

Verschiedenste Naturformen wie zufällige Fließspuren und Abdrücke überträgt Brenner auf Relief und Medaille. Damit lässt er sie uns oft ganz neu und manchmal wie bei einem Vexierbild doppelt sehen, aus einer Fließspur wird etwa eine vollständige Küstenlandschaft, und sie bleibt doch gleichzeitig eine Fließspur. Kleine, auf den ersten Blick völlig unscheinbare Formen, von Brenner mit besonderem künstlerischem Blick wahrgenommen und beachtet, nimmt er auf und erhebt sie dabei zu monumentaler, großer Landschaft oder anderen großen Themen wie menschlichen Figuren oder einer ganzen reliefierten Landkarte. Diese Brennersche Technik gab den Ausschlag für den Titel des Buches: Natürliche Formen, die vom Zufall herbeigeführt werden, hält Brenner fest und macht sie durch seine Gestaltung und Neuinterpretation zur Kunst.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen.

Zur Person
Friedrich Brenner, geboren 1939 in Augsburg
Bildhauer, Medailleur und Münzgestalter, tätig in Anhausen bei Augsburg
1960 bis 1965 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Josef Henselmann, 1964 bis 1966 Kurse in Münz- und Medaillengestaltung bei Karl Roth, nach dessen Tod 1968 bis 1971 Lehrauftrag für Münzgestaltung an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1970 bis 1980 Mitarbeit in einem Augsburger Architekturbüro. Seit 1980 freischaffend tätig.
Beteiligung an internationalen Medaillenausstellungen: FIDEM seit Stockholm 1985 und andere

Für Journalisten gibt es zudem Bildmaterial zum Thema. Größere Bilder können Sie für die Veröffentlichung in der Presse bei der Staatlichen Münzsammlung München (info@staatliche-muenzsammlung.de) erhalten.

Weiterer Kontakt:
Staatliche Münzsammlung München
Ansprechpartner: Dr. Dietrich Klose
Residenzstraße 1, D-80333 München
Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59
E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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