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Pressemitteilung zur Sonderausstellung "Die doppelte Mark. Geld aus zwei deutschen Staaten"

Die doppelte Mark. Geld aus zwei deutschen Staaten

Deutschland, Bank deutscher Länder, 100 Deutsche Mark, 9. Dezember 1948
Deutschland, Bank deutscher Länder, 9. Dezember 1948
25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung ist dem heutigen Publikum das Geld der beiden deutschen Staaten zwischen 1948 und 1990 in seinem Erscheinungsbild kaum mehr bekannt. Für die Älteren hat der Blick zurück etwas Nostalgisches, für die Jüngeren bietet er etwas Neues. Die gemeinsame Sonderausstellung von HVB Stiftung Geldscheinsammlung und Staatlicher Münzsammlung München präsentiert die Geldzeichen – Banknoten und Münzen und zusätzlich Medaillen – aus West und Ost vor der Wiedervereinigung.

Banknoten, Münzen und Medaillen aus vier Jahrzehnten spiegeln die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation beider Staaten wider. Die Währungsreform 1948 markiert den Beginn der Trennung. In den Westzonen erhielt jede Person eine „Kopfquote“ der bereits 1947 in den Vereinigten Staaten gedruckten neuen Zahlungsmittel. In der sowjetisch besetzten Zone dagegen behalf man sich damit, Kuponmarken auf altes Reichsgeld zu kleben.

Die Geldscheine der fünfziger Jahre im Westen sind in ihrem Erscheinungsbild sehr uneinheitlich. Mit der Gründung der Bundesbank 1957 änderte sich das. Diese emittierte Anfang der 1960er Jahre ihre erste Notenserie mit Kopfbildnissen aus berühmten Gemälden. Erst ab 1990 wurde eine neue Notenserie ausgegeben, die nun Kopfbildnisse berühmter Deutscher trug.

Im Osten wurden 1948 die provisorischen Scheine der „Klebemark“ bald von gedruckten Scheinen abgelöst. Am 13. Oktober 1957 veranlasste die Führung der DDR einen überraschenden Notenumtausch. Aber erst die Notenserien von 1964 und 1971/75 erhielten ein neues Erscheinungsbild mit den Kopfbildnissen berühmter Deutscher.

Auch die Kursmünzen und Gedenkmünzen der beiden deutschen Staaten verdienen in der Rückschau Aufmerksamkeit. Es ist interessant, wie sich an den Geldzeichen, Banknoten wie Münzen, die Beziehung zwischen politischer Geschichte und Geldgeschichte ablesen lässt.

Für Journalisten gibt es zudem Bildmaterial zum Thema. Größere Bilder können Sie für die Veröffentlichung in der Presse bei der Staatlichen Münzsammlung München (info@staatliche-muenzsammlung.de) erhalten.

Weiterer Kontakt:
Staatliche Münzsammlung München
Ansprechpartner: Dr. Dietrich Klose
Residenzstraße 1, D-80333 München
Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59
E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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