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Pressemitteilung zur Sonderausstellung Götter. Mythen. Menschen

Götter. Mythen. Menschen. Antike auf Banknoten

Tunesien, 5.000 Francs, 29.2.1952, Bühnenhaus des Theaters von Thugga
Tunesien, 5.000 Francs, 29.2.1952, Bühnenhaus des
Theaters von Thugga (Dougga), Kaiser Vespasian (69-79 n. Chr.)

Faszination Antike – das Zeitalter der Antike erfreut sich ununterbrochener Aufmerksamkeit. Zahlreiche Ausstellungen, Bücher und Filme bereiten das Thema „Antike“ auf vielerlei Arten auf. Nicht immer wird dabei auf historische Realitäten Rücksicht genommen, dennoch zeigt die Beschäftigung mit der Antike die ungebrochene Relevanz dieser Epoche für die Moderne.

Die eigentliche Antike umfasst den Zeitraum zwischen dem 8. Jahrhundert v. Chr. bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. sowie die Kulturen des Mittelmeergebiets, also die Geschichte des Klassischen Griechenlands, des Hellenismus und des Römischen Reiches. Man kann allerdings die Epoche um die Hochkulturen des Alten Orients, wie etwa Mesopotamien oder Persien, und des Alten Ägyptens erweitern. Damit setzt der zeitliche Rahmen ca. 3500 v. Chr. mit dem Einsetzen der Schriftlichkeit ein. Diese „Verlängerung“ der Antike ist vor dem Hintergrund der gegenseitigen Beeinflussung und ausgehenden Impulse der verschiedenen Kulturen von Interesse. Für diese Ausstellung wurden daher auch Banknoten mit Motiven der Hochkulturen des Alten Orient und des Alten Ägypten ausgewählt.

Seit dem Ende der Antike erfreut sich diese einer ungebrochenen Rezeption. Ob nun in Mittelalter, Neuzeit oder in der Moderne, der Blick auf und der Umgang mit der Antike ist immer durch den aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Kontext geprägt.

Motive der Antike finden sich auf Banknoten häufig. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Zunahme der bildlichen Darstellungen auf Geldscheinen, werden vor allem Figuren aus der griechischen und römischen Mythologie abgebildet. Sie erfahren eine spezielle Rezeption, indem sie als Personifikationen des Handels, der Wirtschaft, der Industrie oder des Verkehrs verwendet werden. Dabei dienen sie als Ausdruck des Selbstverständnisses des jeweiligen Emittenten, im 19. Jahrhundert sind dies hauptsächlich private Banken.

Mit dem Aufkommen der Nationalstaaten und der Zentralisierung des Notenbankwesens im 20. Jahrhunderts erfüllen Banknoten immer mehr repräsentative Zwecke. Zum einen zeigen sie nach außen die Errungenschaften eines Landes und verweisen auf die kulturelle Tradition. So bildet Ägypten auf vielen Banknoten Persönlichkeiten, Kunst und Bauwerke der altägyptischen Epoche ab. Griechenland greift immer wieder auf Motive der griechischen Antike zurück.

Außer zur Repräsentation nach außen sollen Abbildungen antiker Persönlichkeiten, Kunstwerke und Bauten aber auch auf die Bevölkerung des eigenen Landes wirken, indem sie eine nationale Identität herstellen, vermitteln und erhalten. Motive mit Bezug zur Antike weisen einen hohen Identitätsfaktor auf, da sie für alle Angehörigen einer Nation unabhängig von ethnischen, religiösen oder politischen Zugehörigkeiten Bedeutung haben.

Diese Ausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl von Banknoten mit antiken Motiven, aus den Bereichen Götter und Mythologie, Persönlichkeiten und Bauwerke.

Die ausgewählten Banknoten stammen von den Ländern, in denen die antiken Kulturen beheimatet waren oder von wo sie ihren Ausgang nahmen: Griechenland, Italien, Türkei, Zypern, Syrien, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Ägypten, Tunesien, Algerien, aber auch aus Deutschland, Belgien, Südamerika und China. Wir begegnen Herrschern und Feldherren: den Pharaonen Chephren, Tutanchamun und Ramses II., König Hammurabi von Babylon, Perikles und Themistokles, Alexander dem Großen, Hannibal, Gaius Iulius Caesar, Vespasian und Trajan, der Königin Zenobia und Konstantin dem Großen, sowie den Dichtern und Philosophen Homer, Hesiod, Sokrates, Demokrit, Demosthenes, und Aristoteles. Ebenso vielfältig ist die Zahl der in der Ausstellung besuchten antiken Orte, die heute beliebte Touristenziele und Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes sind, und der Figuren der antiken Götter- und Sagenwelt.

Alle ausgestellten Banknoten stammen aus den Beständen der HVB Stiftung Geldscheinsammlung, die nun als Dauerleihgabe an die Staatliche Münzsammlung kommen soll.

Für Journalisten gibt es zudem Bildmaterial zum Thema. Größere Bilder können Sie für die Veröffentlichung in der Presse bei der Staatlichen Münzsammlung München (info@staatliche-muenzsammlung.de) erhalten.

Weiterer Kontakt:
Staatliche Münzsammlung München
Ansprechpartner: Dr. Dietrich Klose
Residenzstraße 1, D-80333 München
Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59
E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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