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Pressemitteilung zur Sonderausstellung "Konstantin 312"

"Das konstantinische Medaillon - Konstantin 312"

 Konstantin d. Große, Solidus, Gold, 322/3, Sirmium, 4,61 g (Foto: Nicolai Kästner)
Konstantin d. Große, Medaillon, Silber,
315, Ticinum (oder Rom), 6,40 g
(Foto: Nicolai Kästner)

Die neue Sonderausstellung der Staatlichen Münzsammlung München beschäftigt sich mit dem Aufstieg des römischen Kaisers Konstantin im Zeichen Christi.

Am 27. Oktober 312 erreichten die konstantinischen Truppen den Ort Casal Malborghetto, der 30 Kilometer nördlich vor Rom liegt, und bezogen hier ihr letztes Nachtquartier. Wie die widersprüchlichen antiken Berichte, die von den Ereignissen der nächsten Stunden erzählen, im Detail zu deuten sind, darüber gehen in der modernen Forschung die Ansichten erheblich auseinander. Sicher ist nur, dass sich am folgenden Tag das sechsjährige Regierungsjubiläum des Maxentius jährte, was auf dessen Seite als gutes Omen angesehen wurde. Es scheint, dass sich in der öffentlichen Meinung des Oktobers 312 aufgrund bestimmter religiöser Vorzeichen und deren geschickter Propagierung durch die Partei Maxentius die Waagschale zu Ungunsten Konstantins neigte. Dennoch gewann Konstantin die Entscheidungsschlacht.

Das konstantinische Medaillon steht im Mittelpunkt der Ausstellung "Konstantin 312" der Staatlichen Münzsammlung München. Das Jahr markiert ein zentrales Datum der Weltgeschichte: Am 28. Oktober 312, also vor 1.700 Jahren, schlug das Heer Konstantins des Großen vor den Mauern Roms die Truppen des Maxentius, nachdem ihm angeblich im Traum befohlen worden war, das Zeichen Christi auf die Schilde seiner Soldaten setzen zu lassen. Auch wenn der Sieger in Christus wahrscheinlich zunächst nur eine andere Erscheinungsform des römischen Sonnengottes Sol invictus gesehen hat, legte er mit seiner Entscheidung zur Förderung der christlichen Religion und Kirche die Grundlagen für die nächsten Jahrhunderte weströmischer und byzantinischer Geschichte. Die historische Bedeutung des konstantinischen Medaillons besteht darin, dass es beweist, dass das Christogramm spätestens ab 315 als magisches Siegeszeichen für Konstantin Verwendung fand.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 31. Oktober 2012, 18 Uhr, im Max-Joseph-Saal der Residenz durch den Erzbischof von München und Freising, Dr. Reinhard Kardinal Marx eröffnet.

Die Ausstellung ist bis zum 30. September 2013 in der Schausammlung der Staatlichen Münzsammlung München, Residenzstraße 1.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch von PD Dr. Kay Ehling (Konstantin 312) erschienen. Für Journalisten gibt es zudem Bildmaterial zum Thema.

Weiterer Kontakt:
Staatliche Münzsammlung München
Ansprechpartner: Kay Ehling
Residenzstraße 1, D-80333 München
Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59
E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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