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Pressemitteilungen

Pressemitteilung zur Ausstellung "Statthalter - Rebellen - Könige"
Dareios II., 1. Jh. v. Chr., Drachme, Kopf mit Lederhaube
Dareios II., 1. Jh. v. Chr., Drachme,
Kopf mit Kronhaube

Die Münzen aus Persepolis von Alexander dem Großen zu den Sasaniden

In einer aufwendig gestalteten Sonderausstellung beschäftigt sich derzeit die Staatliche Münzsammlung München mit den "fünf dunklen Jahrhunderten" in der zentraliranischen Landschaft Persis (Land der Pferde) mit der antiken Stadt Persepolis. Diese geheimnisvolle Epoche reicht von Beginn des 3. Jahrhunderts kurz nach Alexander dem Großen bis zum Anfang der neuen Dynastie, die zu Beginn des 3. Jahrhunderts nach Christus das neupersische Reich der Sasaniden begründete. Münzen sind fast die einzigen Zeugnisse der damaligen Statthalter, Rebellen und Könige von Persepolis (so auch der Titel der Ausstellung). Sie geben einen interessanten Einblick in eine fremde und weitgehend unbekannte Welt, abseits der vertrauten und geläufigeren Antike der Griechen und Römer.

Die Ausstellung, geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, umfasst über 200 dieser geheimnisvollen Münzen. Sie zeigen und nennen über 30 Herrscher, von denen ohne diese Münzen nur wenig bekannt wäre. Ihre Porträts, ihre Titel und die Rückseiten der Münzen verraten viel über das Selbstverständnis und die Herrscherideen dieser Fürsten. Sie knüpften an die Tradition des von Alexander dem Großen zerstörten persischen Großreichs an, ohne selbst je die Stellung des Großkönigs für sich beansprucht zu haben. Als Statthalter, ab dem 2. Jahrhundert vor Christus als Träger des Königstitels, waren sie Vasallen erst der Seleukidendynastie, später der parthischen Großkönige. In mindestens zwei Fällen legen die Münzen nahe, dass die Fürsten der Persis gegen ihre Oberherren rebelliert haben. Großfotos aus Persepolis und seiner Umgebung runden die Ausstellung ab.

Zur Ausstellung haben Dietrich O. A. Klose und Wilhelm Müseler einen ausführlichen Katalog zusammengestellt (92 Seiten, 18,- Euro). Er enthält eine umfassende Erörterung der Münzen und der Geschichte. Alle Stücke sind beschrieben und abgebildet. Hinzu kommen vergrößerte Farbaufnahmen ausgewählter Münzen und aus Persepolis.

Die Sonderausstellung läuft bis Jahresende. Für Journalisten gibt es zudem weitere Informationen und Bildmaterial zum Thema.

Weiterer Kontakt: Staatliche Münzsammlung München, Residenzstraße 1, D-80333 München; Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59; E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de.

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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