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Pressemitteilung zur Sonderausstellung "Wettstreit in Erz"

"Wettstreit in Erz. Porträtmedaillen der deutschen Renaissance"

Hans Krafft d. Ä., nach Entwurf Albrecht Dürers, Dedikationsmedaille der Stadt Nürnberg, 1521, München, Staatliche Münzsammlung (Foto: Nicolai Kästner)
Hans Krafft d. Ä., nach Entwurf Albrecht Dürers,
Dedikationsmedaille der Stadt Nürnberg, 1521, München,
Staatliche Münzsammlung
(Foto: Nicolai Kästner)

Die Porträtmedaille ist eines der Leitmedien der Renaissance und ihre Verbreitung eine der bemerkenswertesten Neuerungen jener Zeit.

Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Peter Vischer d. J., Lucas Cranach und Hans Burgkmair haben sich dem neuen Medium früh zugewandt, und schnell konnten sich die reproduzierbaren Bildnisse neben anderen Formen des Porträts etablieren. Mehr noch, selbst auf benachbarten Feldern der Porträtkunst kam es zu formalen Anlehnungen an die Medaille. Die Kultur des Medaillengeschenks gewährt Einblicke in die vielfältigen Beziehungen der Persönlichkeiten der Zeit, darunter Herrscher und vornehme Bürger, Humanisten und Künstler. In der Medaille spiegelt sich die für die Epoche so typische Hinwendung zum Individuum. Ob als gezielt verwendetes Mittel des "self fashioning" oder als Liebesgabe dediziert, der Schenker einer Medaille konnte stets damit rechnen, einen guten Eindruck auf den Beschenkten zu machen.

Die gemeinsam mit dem Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München erarbeitete Ausstellung zeigt mehr als 200 Medaillen der deutschen Renaissance. Sie ist die erste Schau, die zu diesem Thema organisiert wurde. Der begleitende Katalog bietet die Möglichkeit, sich umfassend mit vielen Themen der Medaillenkultur zu beschäftigen. Um die breite Einbettung der Medaille in der Kunst der Zeit zu zeigen, sind zudem Zeichnungen, kleinplastische Arbeiten, Graphiken und antiquarische Bücher ausgestellt. Zahlreiche Leihgaben, unter anderem aus den Münzkabinetten des Kunsthistorischen Museums Wien, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Staatlichen Museen zu Berlin, sind zu sehen. Durch ein Sponsoring der Lichtsysteme der Vitrinen ist es dem Besucher der Münzsammlung möglich, die Medaillen in exzellenter Beleuchtung zu betrachten. Die Ausstellung wird im Anschluss von unseren Kooperationspartnern, den Münzkabinetten des Kunsthistorischen Museums Wien (02.06.2014 bis 25.01.2015) und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (2015), übernommen.

Zugleich zeigen wir die begleitende Sonderausstellung "Renaissance auf Banknoten", mit der Darstellung von Persönlichkeiten sowie Werken der bildenden Kunst und Architektur. Mit dieser Ausstellung präsentiert sich die HVB Stiftung Geldscheinsammlung erstmals in der Staatlichen Münzsammlung München.

Zusammenarbeit: Ludwig-Maximilians-Universität München, Kunsthistorisches Museum Wien, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Förderer: Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung, Giesecke & Devrient

Für Journalisten gibt es zudem Bildmaterial zum Thema.

Weiterer Kontakt:
Staatliche Münzsammlung München
Ansprechpartner: Dr. Dietrich Klose
Residenzstraße 1, D-80333 München
Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59
E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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