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Pressemitteilung zur Ausstellung "Geld ist was gilt"
Mondua-Kupferringbarren, Nigeria, Sokoto-Provinz, Zarma (Djerma), Fulbe (Fulani) u. a.
Mondua-Kupferringbarren, Nigeria,
Sokoto-Provinz, Zarma (Djerma),
Fulbe (Fulani) u. a.

Vormünzliche Zahlungsmittel aus aller Welt

Was ist Geld? Jeder von uns wird diese Frage sofort beantworten: Die Banknoten und Münzen im Geldbeutel, das Guthaben auf der Bank oder Sparkasse, das ist unser Geld. Wenn man Ökonomen fragt, nennen sie meist mehrere Funktionen, die Geld zu erfüllen hat: Es dient als Tauschmittel, Zahlungsmittel, Wertmesser und Wertaufbewahrungsmittel.

In dieser Ausstellung sind ganz andere Geldformen zu sehen. Es sind Gegenstände, die irgendwo in der Welt wenigstens eine der genannten Geldfunktionen erfüllt haben oder in Ausnahmefällen noch heute erfüllen. Sie öffnen unseren Blick in eine frühere Zeit und auf Menschen in entlegenen Gegenden, die weder Münzen noch Banknoten kannten und sich doch einfallsreich und selbstbewusst aus verfügbaren Materialien Medien schufen, die sie als Geldformen benutzten. Hier geht es beispielsweise um Metallbarren und Hacksilber aus der Frühzeit Europas, Bronze- und Eisengeldformen aus Afrika, Kakaobohnen, Kupferplatten und Muschelgeld aus Amerika, Bronze-Kauris, Messer- und Spatengeld aus Asien sowie Muschel- und Steingeld aus Ozeanien.

Einige Staaten wie z. B. Papua-Neuguinea bilden ihre Primärgelder inzwischen auf ihren modernen Münzen, Banknoten und Briefmarken ab.

Diese Ausstellung zeigt auf, dass ganz unterschiedliche Wege zum gleichen Ergebnis, der Erfindung des Geldes, geführt haben. Ohne das Geld wären eine entwickelte Gesellschaft und ein weltweiter Handel nicht mehr denkbar.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch zum Preis von 19 Euro erschienen, in dem alle Exponate der Ausstellung beschrieben und abgebildet sind, eine der ganz wenigen deutschsprachigen zusammenfassenden Veröffentlichungen zu diesem Thema.

Die Ausstellung dauert vom 5. November 2009 bis 2. Mai 2010. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr (Montag geschlossen). Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt 2 Euro, an Sonn- und Feiertagen 1 Euro. Für Journalisten gibt es zudem Bildmaterial zum Thema.

Weiterer Kontakt:
Staatliche Münzsammlung München
Ansprechpartner: Dr. Dietrich Klose, Sammlungsdirektor
Residenzstraße 1, D-80333 München
Telefon 089 - 22 72 21; Fax 089 - 29 98 59
E-Mail: presse@staatliche-muenzsammlung.de

Zahlen, Daten, Fakten
Die Staatliche Münzsammlung München geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern
(1550 - 1579) zurück.
  
Sie ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt.
  
Ihre Sammlung umfasst 300.000 Objekte.
  
Seit 1963 in der Residenz.
  
15 Mitarbeiter
  
Größte Fachbibliothek mit rund 26.000 Titeln.
  
Schwerpunkte der Sammlung sind Renaissance-Medaillen und der bayerische Geschichtstaler.
  
Soll die größte Geldscheinsammlung der Welt als Dauerleihgabe übernehmen.

 


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